Zirkus lebt davon, dass Zuschauer glauben, es könne jederzeit schiefgehen. Die Spannung erwächst aus dem beobachtbaren Risiko.
Das Zirkuszelt ist voller, wenn der Trapetzkünstler ohne Netz und doppelten Boden turnt.
Der Künstler aber überlässt nichts dem Zufall. Jeder (Fehl)Griff ist eintrainiert.
Durch geeignete Methoden und Techniken reduziert er das erhöhte Risiko unmerklich wieder auf ein für ihn erträgliches Normalmaß.
Jahreslanges Training bringt Sicherheit, die aber nicht zur Routine werden darf.
Geht der Respekt verloren, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlgriffs.
Konzentration darf man ihm nicht ansehen. Dennoch darf er sich nicht vom Applaus oder Blitzlichtgewitter ablenken lassen.
Artisten leben vom Reiz, dass die Demonstration beobachtbar schiefgehen kann.
Ein Interview verdeutlicht, das höchste Konzentration und intensives Training das Risiko unsichtbar minimiert bzw. akzeptabel reduziert. Risikoeinschätzung und Bewältigung werden herausgearbeitet.
Ein Artist beherrscht Falltechniken, vor der Nummer macht er sich warm und spielt alle Abläufe im Kopf noch einmal durch. Zuvor hat er die Bodenbeschaffenheit und seine Leiter geprüft.
Joy Burger kann mehr!
Er ist Artist, Musiker, Jongleur, Entertainer.